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Und wie mache ich nun mein Testament?

Wie schon so oft berichtet, ist der Weg hin zum eigenen Testament der schwerste. Jedoch ist es mehr als verantwortungsvoll, eine Regelung für das eigene Lebenswerk zu verfassen.
Wie sollen Sie nun entscheiden, welche Form der Testamentserrichtung für Sie die richtige ist? Grundsätzlich gilt: Unabhängig davon, ob Sie ein eigenhändiges oder ein notarielles Testament errichten wollen – auf eine rechtliche Beratung, gegebenenfalls verbunden mit einer steuerrechtlichen, sollten Sie nur in ganz einfach gelagerten Fällen verzichten.

 

Die Vorteile eines eigenhändigen Testaments sind offensichtlich: Es ist schnell zu errichten, zu ergänzen und zu ändern, und zwar ohne Kostenaufwand. Gegen das Unterdrücken des Testaments oder das Nichtauffinden im Erbfall können Sie sich und die eingesetzten Erben durch Hinterlegung beim Amtsgericht schützen; es entstehen aber Hinterlegungskosten in derselben Höhe wie beim notariellen Testament. Die formellen und inhaltlichen Vorschriften, die Sie einhalten müssen, damit Ihr Testament wirksam ist, sind allerdings vielfältig. Hier liegen die Schwierigkeiten eines privatschriftlichen Testaments: Sie können sie ausräumen, indem Sie Rechtsrat einholen. Die anfallenden Kosten sollten Sie nichtscheuen.
Das notarielle Testament ersetzt den Erbschein, den Ihre Erben zum Nachweis ihres Erbrechts brauchen, für das eigenhändige Testament gilt das nicht. Das bedeutet, dass Ihre Erben nach dem Erbfall beim Nachlassgericht einen Erbschein beantragen müssen, dessen Vorlage zum Beispiel für die Eintragung der Erbnachfolge bei Grundstücken unabdingbar ist. Die Beantragung des Erbscheins verursacht Kosten für Ihre Erben.

 

 

Für die Errichtung eines notariellen Testaments spricht, dass durch die damit verbundene Beratung Ihre Vorstellungen wirksam umgesetzt werden. Außerdem wird gleichzeitig Ihre Testierfähigkeit festgestellt. Die notwendige amtliche Verwahrung verursacht dieselben Kosten wie beim privatschriftlichen Testament. Bei Rücknahme aus der amtlichen Verwahrung wird das notarielle Testament zwingend unwirksam. Das bedeutet erneute Kosten, wenn Sie ein neues notarielles Testament errichten. Ihre Erben können gegebenenfalls die Kosten für die Beantragung eines Erbscheins sparen.

 

 

Und wie sieht es mit den Kosten aus?
Die Errichtung eines Testaments oder eines Erbvertrags vor einem Notar kostet Geld, ebenso wie die gerichtliche Aufbewahrung von Testament oder Erbvertrag oder die anwaltliche Beratung. Auch wenn Ihnen die Kosten hoch erscheinen, es ist kein „hinausgeworfenes Geld“. Es macht sich bezahlt, da Sie bei fachlicher Beratung sichergehen können, dass Ihr letzter Wille auch das enthält, was Sie wollen, und zwar mit zulässigem Inhalt und in wirksamer Form.

 

Die Kosten für die Errichtung eines notariellen Testaments, eines Erbvertrags und für die Hinterlegung richten sich nach der Kostenordnung. Maßgeblich für die Berechnung ist der Verkehrswert des zu vererbenden Vermögens abzüglich der Schulden des Erblassers bzw. des vermachten Gegenstands.

 

Grundsätzlich bleibt festzustellen, dass die Niederschrift Ihres letzten Willens die notwendige Bedingung ist, damit ihr Lebenswerk erhalten wird. Die Hilfestellung eines Profis sollte hierfür eine wichtige Option sein.

 

Ingo Bankamp,
Berater für Vermögensnachfolge bei der Sparkasse Werl

 

 

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